Logistikzentrum in Regensdorf - Wie eine präzise Gebäudesimulation über 20'000 CHF pro Jahr einspart
- emanueloehri2
- 30. Okt.
- 2 Min. Lesezeit

Bei der Anbindung von sanierten Gebäuden an ein Fernwärmenetz liegen die grössten Kostentreiber oft nicht nur im Energieverbrauch, sondern auch in den vertraglich festgelegten Anschlussgebühren. Diese basieren oft auf der maximalen Heizleistung. Eine auf ungenauen Daten oder statischen Annahmen beruhende Dimensionierung kann somit zu unnötig hohen Fixkosten über Jahre hinweg führen.
Die Ausgangslage: Geplanter Fernwärmeanschluss auf Basis des Bestands
Für ein Logistikzentrum in Regensdorf wurde im Rahmen eines Sanierungskonzepts der Anschluss an das lokale Fernwärmenetz geplant. Grundlage für die Vertragsverhandlungen mit dem Energieversorger war die bestehende Heizleistung der Altanlage von 510 kW. Ziel unseres Auftraggebers Norm Technologies AG war es, den tatsächlichen, zukünftigen Bedarf des Gebäudes unter Berücksichtigung der geplanten Sanierungsmassnahmen exakt zu ermitteln, um eine teure Überdimensionierung und unnötige Anschlusskosten zu vermeiden.
Unsere Lösung: Bedarfsgerechte Auslegung durch dynamische Gebäudesimulation
Um eine datenbasierte und normkonforme Entscheidungsgrundlage zu schaffen, wurde BOP beauftragt, die notwendige Anschlussleistung mittels einer dynamischen Gebäudesimulation zu bestimmen. Dieses Vorgehen ist zentraler Bestandteil unserer Dienstleistung „Redimensionierung Heiz- und Kühlleistung“.
Unser Vorgehen umfasste:
Effiziente Gebäudemodellierung: Auf Basis des von Norm bereitgestellten BIM Gebäudemodells generierten wir direkt das Energiemodell - schnell, konsistent und ohne erneute Modellaufbereitung.
Dynamische Analyse: Anstatt uns auf statische Werte zu verlassen, simulierten wir den Heizleistungsbedarf des Gebäudes unter Berücksichtigung der geplanten Sanierungsmassnahmen, den aktuellen und zukünftigen Klimadaten und den kundenspezifischen Nutzungsarten des Logistikzentrums.
Lastoptimierung: Durch die Bewertung verschiedener Szenarien wurde die minimal erforderliche Anschlussleistung ermittelt, die einen sicheren Betrieb ohne Komforteinbussen gewährleistet.

Das Ergebnis: Eine Reduktion der Anschlussleistung um über 40 %
Die Simulationsergebnisse zeigten ein enormes Optimierungspotenzial. Statt der ursprünglichen 510 kW werden durch die geplanten Sanierungsmassnahmen und unter Berücksichtigung der kundenspezifischen Nutzungsarten, nur noch 300 kW an Anschlussleistung benötigt. Dies entspricht einer Reduktion von 210 kW oder über 40 %.
Der Mehrwert: Langfristige Kostenvorteile und Planungssicherheit
Für den Betreiber des Logistikzentrums bedeutet dieses Ergebnis eine direkte und wiederkehrende finanzielle Entlastung:
Einsparung von über CHF 20'000 pro Jahr allein an Anschlussgebühren.
Vermeidung unnötiger Investitions- und Betriebskosten.
Planungssicherheit durch eine belastbare, normkonforme Grundlage.
Dieses Projekt ist ein klares Beispiel dafür, wie eine gezielte Investition in eine präzise, dynamische Simulation zu signifikanten und langfristigen Kosteneinsparungen führt und die Wirtschaftlichkeit einer Sanierung massgeblich verbessert.
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