Sanierung Bürogebäude in Zürich - Wie dynamische Gebäudesimulation 40'000 CHF Investitionskosten einspart
- emanueloehri2
- 7. Okt.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Nov.

Bei energetischen Sanierungen ist die korrekte Dimensionierung der Heizungsanlage ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Konventionelle, statische Berechnungen führen oft zu einer Überdimensionierung – eine Sicherheit, die mit hohen Investitions- und Betriebskosten verbunden ist. Bei der Sanierung eines Zürcher Bürogebäudes stand genau diese Frage im Raum: Sind die geplanten 460 kW Heizleistung wirklich notwendig?
Die Ausgangslage: Überdimensionierung als Kostenfalle
Das Ziel des Projekts war klar: Den tatsächlichen Heizleistungsbedarf zu ermitteln und eine Lösung zu finden, die Investitions- und Betriebskosten senkt, ohne den thermischen Komfort für die Nutzerenden zu beeinträchtigen. Eine zu gross gewählte Anlage bedeutet nicht nur höhere Anschaffungskosten, sondern auch einen ineffizienten Betrieb und unnötigen Energieverbrauch.
Unsere Lösung: Präzise Redimensionierung durch dynamische Simulation
Um eine belastbare Grundlage für die Anlagendimensionierung zu schaffen, erhielten wir von unserem Partner Norm Technologies AG den Auftrag, den realen Heizleistungsbedarf mittels einer dynamischen Gebäudesimulation zu bestimmen. Dieser Ansatz ist Kern unserer Dienstleistung „Redimensionierung Heiz- und Kühlleistung“.
Unser Vorgehen war systematisch:
Detailliertes Gebäudemodell: Auf Basis des 3D-Modells erstellten wir ein präzises analytisches Gebäudemodell mit allen relevanten bauphysikalischen Parametern.
Dynamische Simulation: Anstatt mit statischen Annahmen zu arbeiten, simulierten wir den Heizleistungsbedarf unter Einbezug realer Klimadaten und der spezifischen Nutzungsprofile des Bürogebäudes. Dies ermöglichte es, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln.
Analyse und Bewertung: Die Simulationsergebnisse lieferten eine exakte Grundlage, um die Auswirkungen verschiedener Anlagengrössen auf Komfort und Effizienz zu bewerten.

Das Ergebnis: 100 kW weniger Leistung – bei gleichbleibendem Komfort
Die Analyse von BOP brachte ein eindeutiges Resultat: Statt der ursprünglich geplanten 460 kW sind für das Gebäude lediglich 360 kW Heizleistung notwendig. Diese Reduktion um über 20% wurde bei gleichbleibendem thermischem Komfort für die Nutzenden erzielt.
Der Mehrwert: Konkrete Einsparungen und langfristige Vorteile bei der Sanierung des Bürogebäudes
Die Entscheidung für eine simulationsgestützte Redimensionierung lieferte dem Kunden handfeste Vorteile:
CHF 40'000 Investitionsersparnis: Durch die Wahl einer kleiner dimensionierten Wärmepumpe konnten die Anschaffungskosten direkt reduziert werden.
Geringere Betriebskosten: Eine bedarfsgerecht ausgelegte Anlage arbeitet effizienter, was den Energieverbrauch und die laufenden Kosten senkt.
Planungssicherheit: Die belastbaren Simulationsergebnisse schufen eine fundierte und verlässliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung.
Dieses Projekt zeigt eindrücklich, wie der Einsatz von dynamischen Simulationen hilft, Überdimensionierung zu vermeiden und die Effizienz von Gebäuden nachhaltig zu steigern. Es ist eine Investition die sich unmittelbar und auch langfristig auszahlt.
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