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Simulation vs. Realität: Wie verlässlich sind dynamische Gebäudesimulationen wirklich?

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Modernes Gebäude bei Sonnenuntergang. Text: "Simulation vs. Realität: Der Praxistest". Vergleichstabelle zeigt Simulation und Real-Messung.


Im Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden begegnet uns eine Frage immer wieder: «Wie genau stimmen Gebäudesimulationen eigentlich mit der Realität überein?» 


Bisher konnten wir vor allem auf die Qualität unserer Werkzeuge  verweisen. Wir arbeiten mit EnergyPlus, dem weltweit führenden  Rechenkern, dem Fachleute weltweit seit über 20 Jahren vertrauen. In Kombination mit unserer Expertise stehen wir voll und ganz hinter unseren Modellen. 


Doch wir wollten es genau wissen. Wir haben den Praxistest gemacht und unsere Simulationen mit echten Messdaten abgeglichen.



Der Härtetest: 6 Monate, 2 Räume, tausende Datenpunkte


Für ein aktuelles Projekt in einem modernen Bürogebäude in Graubünden hat unser Kunde, die HMQ AG, die Raumtemperaturen in zwei Büroräumen kontinuierlich gemessen. Das Ziel war es die Resultate der Simulation mit den realen Messwerten zu vergleichen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die HMQ AG für die hervorragende Zusammenarbeit bei dieser Validierung.


Um eine höchstmögliche Vergleichbarkeit zu erzielen, haben wir im Simulationsmodell die Nutzung und Gebäudetechnik gemäss den realen Betriebsbedingungen abgebildet. Zudem haben wir die realen hochauflösenden Klimadaten von MeteoSchweiz für die Messperiode verwenden. 



Die Ergebnisse: Präzision auf den Punkt gebracht


Die Auswertung hat selbst unsere Erwartungen übertroffen. In beiden untersuchten Räumen liegt der mittlere absolute Fehler (MAE) zwischen der Messung und der Simulation bei unter 1 °C.


Um diesen Wert einzuordnen: Herkömmliche Raumtemperaturfühler  weisen typischerweise eine Genauigkeit von ±0,5 bis ±1 °C auf. Das  bedeutet: Unsere Simulationen bewegen sich innerhalb der  Messgenauigkeit der Hardware.



Streudiagramm vergleicht Simulation (grün) und Messung (orange) der Raumtemperatur. Titel: Simulation vs. Realität. Zeitraum: 01.05.25-30.10.25.
Vergleich Büroraum: Die Streuung der Messwerte (orange) folgt fast identisch den Simulationswerten (grün). Der Mean Absolute Error (MAE) von 0,9 zeigt die hohe Verlässlichkeit der Prognose.


Warum diese Genauigkeit für Sie entscheidend ist


Die Validierung unserer Modelle ist weit mehr als eine technische Bestätigung – sie ist das Fundament für Ihre Planungssicherheit. In jeder Projektphase ermöglichen nur verlässliche Resultate wirklich faktenbasierte Entscheidungen. 


Die präzise Übereinstimmung von Simulation und Realität zeigt: Mit einer dynamischen Gebäudesimulation können wir verlässlich nachweisen, dass die Komfortanforderungen erfüllt werden. Gleichzeitig verhindern wir so eine Überdimensionierung der Heiz- und Kühlsysteme. Das spart nicht nur wertvolle Technikfläche, sondern reduziert die Investitions- und Betriebskosten massgeblich.



Streudiagramm vergleicht Simulation und Messung der Raumtemperatur. Grüne und orange Punkte mit Grenzkurven. Titel: "Simulation vs. Realität".
Konsistente Ergebnisse über alle Etagen: Auch im Eingangsraum bestätigt der Vergleich mit einem MAE von 0,9 die Präzision des digitalen Zwillings.


Komfortsicherheit – auch bei künftigen Extremwerten


Neben der Kosteneffizienz ist die Simulation ein unverzichtbares Werkzeug, um Gebäude zukunftssicher zu planen. Angesichts zunehmender Hitzewellen und Tropennächte stellen wir so sicher, dass die Anforderungen an den Nutzerkomfort und die thermische Behaglichkeit auch langfristig erfüllt werden. 


Dabei bedeutet eine geeignete Strategie für den sommerlichen Wärmeschutz nicht automatisch den Griff zur Vollklimatisierung. Wir nutzen die präzisen Daten, um massgeschneiderte, oft technikreduzierte Lösungen zu entwickeln: 


  • Optimierte bauliche Massnahmen und Verschattung 

  • Effektive Strategien zur Nachtauskühlung 

  • Bedarfsgerechte und hocheffizient geregelte Kühlsysteme 



Fazit: Vertrauen Sie auf Daten, die der Realität standhalten


Unsere Validierung belegt: Dynamische Gebäudesimulationen von BOP 

liefern Ergebnisse, die innerhalb der physikalischen Messgenauigkeit 

liegen. Das ist keine theoretische Behauptung – es ist ein durch reale 

Messdaten belegter Fakt.


Für Sie als Planer:in, Architekt:in oder Bauherr:in bedeutet das: maximale 

Planungssicherheit bei der Dimensionierung, beim Nachweis des 

thermischen Komforts und bei der Entwicklung effizienter Kühlstrategien.


Sie möchten wissen, wie sich Ihr Gebäude im Sommer verhält?




 
 
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